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Die Babarine > Bergsteigen > 150 Jahre Bergsteigen



Als Edmund Hillary gefragt wurde, warum wir auf die Berge steigen, antwortete er:  "Weil sie da sind!" Für Bergsteiger gibt es 1000 weitere Gründe, warum Sie so gerne in die Berge gehen.  


Fast jeder Sachse kennt ihn, Bergsteiger sowieso – den Falkenstein.

Vor 150 Jahren, am 6.3.1864 erklommen Turner aus Bad Schandau einem Städtchen  in der Sächsischen Schweiz erstmals einen Felsen aus
rein sportlichen Motiven. Es war die Geburtsstunde des Klettersports. Von der Sächsischen Schweiz aus eroberte die neue Sportart die Welt.
Mitten im Winter, am 31. Januar 1864, begannen die Sportler das kühne Unterfangen, den Falkenstein  zu bezwingen. Nach mehrmaligen Versuchen glückte es am 6. März.
Tischlermeister Gustav Tröger, Sattlermeister August Hering, Expedient Ernst Fischer, Maurer Johannes Wähnert und Tischler Heinrich Frenzel, erstiegen mit Leitern, Holzsprossen und fixen Seilenden den Falkenstein wohl aus sportlichen Gründen, was heute als die Geburtsstunde des Sächsischen Bergsteigens gilt, nur mit Sächsischen Bergsteigen, hatte diese Art Kletterei nichts gemein. Was die mutige Tat keinesfalls schmälert!

16 Jahre vorher, erstieg Sebastian Abratzky am 19.03.1848 die Festung Königstein, Abratzky  erreichte den Königstein ohne künstliche Hilfsmittel. Beim Königstein, handelt es aber eben nicht um einen selbstständigen Gipfel.













Diese Aufnahme zeigt nicht die historische Erstbesteigung des Falkensteins, sondern eine Besteigung des Vorderen Torsteins im Jahre 1886 durch die Schandauer Turner Emil Richter (Glasermeister), Ernst Hering (Handschuhmacher), Ernst-Emil Model (Uhrmacher), Max Kern, Emil Lieske (Photograph), Gustav Hummel, Hugo Schönherr (Kaufmann), Ignatz Kinzel (Dachdecker) und Oskar Beyer (Gärtnereibesitzer).
Quelle: Sammlung Joachim Schindler Dresden

1892 gelang den Gebrüdern Meurer die erste Durchsteigung  des Turnerwegs ohne künstliche Hilfsmittel.

   
1895                          1896                       1898  

Zu diesem ersten Aufstieg sind noch 76 Wege und mindestens 68 Varianten hinzugekommen. An keinem anderen Felsen lässt sich die Entwicklung so gut nachvollziehen wie am Falkenstein. Dort haben die jeweils besten Kletterer ihrer Zeit ihre Spuren hinterlassen. So fand
Oskar Schuster 1892 den schönsten und abwechslungsreichsten Kletterweg im Elbsandsteingebirge – den Schusterweg (Schwierigkeit III). Wahrscheinlich ist es auch der am meisten begangene. An Sonntagen ist er von kletternden Anfängern, Familien oder Gruppen hoffnungslos verstopft. 15 Jahre später kletterte Rudolf Fehrmann den Neuen Westweg, damals als V, heute als VII a eingestuft und damit die erste Schwierigkeit VII am Falkenstein.  Heute reicht die Palette an Wegen von III bis Xa.
Seit damals betraten tausende von Bergsteigern den Gipfel des Falkensteins. Hatten 1894 nur 57 Personen den Berg bestiegen, waren es
1920 bereits 1415. Im Jahre 1970 weist das Gipfelbuch 1829 Kletterer aus, 1990 sind es schon 3445. Der Falkenstein, ist somit der klettermässig  meistbestiegene, Gipfel der Sächsischen Schweiz und möglicherweise sogar der Welt.

 
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