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Erhard > Literarisches > Bergfahrten > Teil 2



Ein Sachse im Bergell !



Guten Tag, Grüzzi, ihr komischen Schweizer. Ich war im Bergell, 2 Wochen und es ist  nichts passiert. Als Sachse durch meine Fehlleistungen im Fels bekannt, habe ich nach 10 Jahren erfolgloser Arbeitszeit in Ostdeutschland das erste Mal wieder nach der Wende einen richtigen Kletterurlaub gemacht.
Das Ergebnis ist tiefe Enttäuschung: Wenn ich gewusst hätte, wie schön die Schweiz und insbesondere das Bergell ist, hätte ich den lieben Gott schon längst gebeten, das Land den Sachsen zu geben (wir haben ja schon die Sächsische Schweiz!).
Ich habe, leider, beim Bergführer Erwin Kilchör in Castasegna gewohnt. Dadurch, dass dieser die Leidenschaften Klettern und Kochen hatte, bin ich in meinem Urlaub nicht zum Ausruhen und zum Abnehmen gekommen.
Durch Hunderte Meter feinster Plattenkletterei im Val de Mello und im Albigna-Gebiet war ich trotz schmerzender Zehenspitzen im Kletterhimmel, bevor die abendliche Schlemmerei begann.
Höhepunkte waren „Mauerläufer“ und „Tiramisu“. Es wäre zu schön gewesen, wenn nichts passiert wäre (für mich normal, bei mir passiert auf jeder Bergfahrt etwas, ich bin ein ganz „berühmter“ Verlierer: ich bin z.B. sicher der einzige Mensch, der einen Riesenkamin runter geflogen ist!). Und das ist auch der Grund dieses Pamphlet`s: Nachdem ich wunderschöne Kletterfotos von all diesen Klettereien gemacht habe, auch von Maria (im weißen Bikini, von oben!) ist mir der Film am „Mauerläufer“ am Pizzo Bacone aus der Hosentasche runtergefallen.
Also bitte ich hiermit die paar tausend Schweizer Kletterer, fahrt bald mal hin und sucht da unten 30 m rechts der markanten Platte am Einstieg in der schneefreien Zeit meine schwarze Filmbüchse!

In Dankbarkeit für Erwin und Sepp Kilchör, denen ich diesen wunderschönen Urlaub zu verdanken habe.

Auf Wiedersehen bei uns im Sandstein der Sächsischen Schweiz


 
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