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Dietmar Heinicke
geboren am
26.09.1936 in Dresden



Der Name Dietmar Heinicke ist untrennbar mit der Sächsischen Schweiz verbunden. Bereits sein Vater Otto Heinicke war ein begeisterter Kletterer und so war es wohl unvermeidlich, dass Sohn Dietmar auch zum Bergsteigen fand.
Ab 01.06.1953 ist er Mitglied des DTSB und der BSG Empor Dresden-Löbtau. Von 1954 bis 1960 ist er Mitglied des „T.C.Schweifsterne 1915“, dessen Vorsitzender er in genannter Zeit ist. Ab 01.01.1959 gehört er der „SG Dynamo Dresden (später SG Dynamo Elbe Dresden) an und ist seit 1986 Mitglied im „CC Monolith 83“. Seit 15.05.1990 ist er Mitglied des SBB.
Dietmar Heinicke hat an über 1000 Erstbegehungen teilgenommen, davon über 300 im Vorstieg bzw. in geteilter Führung und über 700 im Nachstieg. Sein Lieblingsgipfel ist der Schiefe Turm, den er 121mal bestiegen hat, davon 109mal im Vorstieg und 14mal allein. Sein Lieblingsklettergebiet ist das Bielatal mit seinen bizarren Felsgestalten.
Sein Sohn Falk, setzt die Familientradition fort und gehört mit zu den leistungsstärksten Bergsteigern Sachsen.

Um seine Erstbesteigungen, ranken sich auch einige Legenden, .... unter anderen, wird hinter vorgehaltener Hand erzählt, dass Dietmar bei seiner Suche nach noch unbestiegenen Gipfeln, Hacke und Schaufel zum Einsatz gebracht haben soll... Der Hintergrund ist, das Felsen, die sich "Gipfel" nennen wollen, eine mindes Höhe haben müssen.  Not macht halt erfinderisch. Böse Zungen behaupten ... das sogar "kräftigere" Mittel zum Einsatz gekommen sein sollen..
Eine Nette Legende, aber wohl eher unwarscheinlich, dafür ist Dietmar ein zu gradliniger Mensch.

Frühzeitig übernahm er ehrenamtliche Pflichten und Aufgaben im Bergsteigerverband, so unter anderem 1958 in der Fachkommission Felsklettern Dresden und in der Arbeitsgruppe „Neue Wege“. Von 1960 bis 1964 leitete er den Arbeitsausschuss „Erfassung unbeschriebener Klettergipfel im Elbsandsteingebirge“. Das Ergebnis: 613 Klettergipfel, darunter 215 „Hierüber-Gipfel“, wurden erstmals beschrieben und im Kletterführer 1965 veröffentlicht.

     


Seit 44 Jahren ist er Leiter des Autorenkollektives „Kletterführer Sächsische Schweiz“. Unter seiner Federführung und wesentlicher Mitarbeit entstanden die sächsischen Kletterführerausgaben von 1961, 1965, 1981/82, 1984/85, 1991, 1999 -2003 sowie zwei Ausgaben „Kletterführer Böhmische Schweiz“ (1976,1979). Darüber hinaus ist er Mitautor von vier Ausgaben „Kletterführer Zittauer Gebirge und andere Klettergebiete Sachsens“. Diese Kletterführer wurden europaweit gewürdigt und anerkannt, denn sie stellen eine fast unglaubliche, ihresgleichen suchende Lebensleistung dar.

Seit 1996 arbeitet Dietmar Heinicke ob seines großen Wissens und seines engagierten und fachkundigen Einsatzes für die Interessen der sächsischen Bergsteiger in der Arbeitsgruppe „Bergsportkonzeption“ mit und ist darin der Sprecher des SBB. Diese Konzeption stellt einen Markstein des Sächsischen Bergsteigens dar, denn darin sind alle Klettergipfel der Nationalparkregion einzeln bewertet und in die gesetzlich verankerte Liste bekletterbare Felsen aufgenommen worden.
Sein lebenslanges Wirken – verbunden mit mehreren Generationen sächsischer Bergsteiger - ist das wesentliche Unterpfand für den Rang und die Bedeutung, den das sächsische Freiklettern weltweit heute einnimmt. Die Interessengemeinschaft Sächsisches Bergsteigergeschichte, in der er seit 1993 aktiv mitarbeitet, wählte ihn zu ihrem stellvertretenden Leiter.

Zahlreiche Ehrungen für seine jahrzehntelange engagierte Arbeit für den Klettersport hat Dietmar Heinicke erhalten, d
ie sicher höchste Auszeichnung für ihn ist die Ernennung zum Ehrenmitglied des SBB im Jahr 2004.

 
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