- www.barbarine.de

Suche auf Seite
Direkt zum Seiteninhalt

Hauptmenü:

Die Babarine > Sächsische Schweiz



Die Felsenwelt der „Sächsischen Schweiz“


Die Felsen unserer sächsischen Bergheimat, wurden erklettert, seit überhaupt Menschen in diesem Landstrich wohnen. Waren es im
frühen Mittelalter, Ritter, Burgknechte und Wegelagerer auf der einen Seite; waren es Bauern die in entlegensten Schlupfwinkeln Schutz
vor Plünderungen suchten. Noch heute finden wir viele Spuren jener Zeit, wenn wir durch unsere Bergwelt ziehen. Auch geben Namen uns Hinweise auf Felsenburgen und alte Unterschlupfe. Im 18. Jahrhundert waren es vor allem Künstler die den Weg in ins Gebirge fanden.

Im Jahre 1766 wurden zwei junge schweizerische Künstler an die Kunstakademie zu Dresden berufen. Anton Graff und Adrian Zingg zogen
noch im gleichen Jahr mit Ihren Skizzenbüchern zu Fuß nach der Festung Königstein und ihre Umgebung. Zingg und Graff mögen in dem Felsengebirge an der Elbe, manches gefunden haben, was sie an ihre schweizerische Heimat erinnerte. Vermutlich, waren Sie es, die dem Sandsteinländchen den längst fälligen Namen  „Sächsische Schweiz“ gaben.

In der deutschen Reiseliteratur des 18. Jahrhunderts taucht der Name erstmals 1783 in der „Umständlichen Beschreibung Dresdens“ auf.

Im beginnenden 19. Jahrhundert wurde die Felsenwelt an der Elbe mehr und mehr von Fremden besucht. 1837 fuhr der erste Dampfer in
das obere Elbtal und ab 1852 fuhr die Eisenbahn durch das Elbtal Richtung Prag.

Zu dieser Zeit begann auch auf den Felsentürmen eine neue Epoche. Das Zeitalter der Aufklärung, holte auch die Felsengipfel aus dem Nebel
des mystischen und voller Tatendrang begann das Zeitalter der Erstürmung der Gipfel unserer Felsenheimat.
Im weiteren soll hier ein, auf jeden Fall unvollständiger, Abriss der Geschichte des Bergsteigens im sächsischen Elbsandsteingebirge gegeben werden. Unvollständig deshalb, weil kein Buch der Welt ausreichen würde all jenen Rechnung zu tragen, die Anteil an der Besteigungsgeschichte, der Sächsischen Schweiz haben.

Vorab noch ein kurzer Exkurs in die Grundlagen des „Klettern“ in der Sächsischen Schweiz, zum Verständnis für unkundige der „Sächsischen Klettermaterie“.

Bereits im 19. Jahrhundert bildeten sich sehr schnell „Kletterregeln“ heraus:
Besteigung nur von freistehenden Gipfeln
Verzicht auf künstliche Hilfsmittel
Reduzierung der Künstlichen Sicherungen ( Ringe ) auf ein Minimum
Durchführung von Erstbegehungen grundsätzlich nur von unten

Diesen Grundsätzen, erstmals 1910 formuliert, war man bereits sehr zeitig verbunden und noch heute gelten diese Grundsätze noch fast unverändert, als „freies Klettern“.
Dies ist ein wesentlicher Unterschied zu anderen Klettergebieten außerhalb Sachsens, diese Besonderheiten sind vor allem Grund für den hohen Stand der sächsischen Bergsteiger.
In Sachsen, finden Bohrhaken u. ä. keine Verwendung. Auch die Benutzung von Magnesia und Klemmkeilen ist nicht gestattet.


 
Zurück zum Seiteninhalt | Zurück zum Hauptmenü