- www.barbarine.de

Suche auf Seite
Direkt zum Seiteninhalt

Hauptmenü:

Die Babarine > Bergsteigen



Die Entwicklung der Schwierigkeitsgrade

Der Freiklettergedanke (nicht zu verwechseln mit dem klettern ohne Seil) wurde bereits in den ersten Jahren des 20. Jahrhunderts in der Sächsischen Schweiz durchgesetzt (Rudolf Fehrmann - 1. Kletterführer für Sachsen). Fritz Wiessner nahm den sportlichen Grundsatz des Hilfsmittel freien Klettern mit in die USA als er auswanderte. In den 70er und 80er Jahren des 20. Jahrhundert, wurde dieser ursprünglich „sächsische Kletterstiel“ sozusagen aus den USA ins „Alte Europa“ reimportiert. Die seit nunmehr bereits über 100 Jahren geltenden Bergsportlichen Regeln: Einrichten der Wege von unter und Reduzierung der künstlichen Sicherungsmittel auf ein Minimum , gelten nun auch in Gebieten außerhalb der Sächsischen Schweiz und den Kletter- gebieten der USA. Die Anforderungen an den Erstbegeher können im Elbsandstein um ein vielfaches höher liegen als bei einer Wiederholungsbegehung, das Schlüsselproblem ist dabei oft das Setzen der Ringe.

Die Entwicklung der der erreichten Schwierigkeiten zeigt die Tabelle.
Der magische VI. Grad (UIAA) wurde in Sachsen bereits im Jahre 1906 erreicht.

Weltweit wurden die verschiedenen Bewertungssysteme entwickelt. Interenational anerkannt die UIAA Skala (1968)
Die Sächsische Skala gilt als die älteste Bewertungsskala (1908). Aus den notwendigen Veränderungen ergaben sich auch logische Umstufungen.
Vergleich der Skalen


Oscar Schuster - veröffentlichte ab 1904 in loser Folge Artikel zum "Felsklettern in der Sächsischen Schweiz" in "Über Berg und Thal"
Rudolf Fehrmann -  ersten Kletterführer, mit etwa 200 Gipfeln und 400 Wegen. Dieser erschien 1908 unter dem Titel "Der Bergsteiger in der Sächsischen Schweiz"
Ab der Ausgabe von 1923 verwendete Fehrman die 7 Stufige sächsische Skala (ohne Buchstaben).
1950 gab es einen ersten Nachtrag zum "Fehrmann" von 1927.

1953 erschien "Der Bergsteiger - Ein Kletterführer durch die deutschen Mittelgebirge" Teil 1 (Teil 2 erschien 1959) die Sächsische Schweiz mit etwa 600 Gipfel und 3000 Wege mit der 7 Stufige sächsische Skala (ohne Buchstaben).
Ab 1961 erschienen die Kletterführer unter Leitung Dietmar Heinicke. Mit diesem Führer wurden erstmals die Grade VIIa bis c als Unterteilung des VII. Grades aufgeführt.
1976 wurden zur Erweiterung des inzwischen aus allen Nähten platzende Grades VIIc die Einführung der Grade VIId bis VIIe beschlossen.
S
chließlich, kehrte man zu der Dreiteilung zurück, der VIII Grad (a-c), dann die Skala noch erweitert und schließlich für nach oben offen erklärt wurde.
Die 6 Bändige, und bis jetzt letzte vollständige Ausgabe von 1991 enthält etwa 1100 Gipfel mit ungefähr 14000 Wegen.
Aktualisierungen sind in Arbeit.

sächsisch

Jahr

Gipfel

Weg

Erstbegeher

IV

1848

Festung Königstein

Abratzky-Kamin

Sebastian Abratzky

V

1893

Fünf-Gipfel Nord -Turm

Alter Weg

Oscar Schuster

VI

1902

Nonne

Westweg

Erhard Kießling

VIIa

1906

Jungfer

Alter Weg

Walter Hünig

VIIb

1906

Spannagelturm

Perrykante

Oliver Perry-Smith

VIIc

1910

Kreuzturm

Südriß

Max Matthäus

VIIIa

1911

Schrammtorwächter

Variante zur Südwand

Karl Trensch

VIIIb

1921

Rauschentorwächter

Kuniskante

Oswald Kunis

VIIIc

1952

Schwager

Talseite

Harry Rost

IXa

1965

Frienstein

Königshangel

Fritz Eske

IXb

1970

Schwager

Nordwand

Bernd Arnold

IXc

1979

Großer Wehlturm

Direkte Superlative

Bernd Arnold

Xa

1983

Amselspitze

Schallmauer

Bernd Arnold

Xb

1983

Schwedenturm

6. Versuch

Bernd Arnold

Xc

1986

Heringstein

Barometer für Stimmung

Bernd Arnold

XIa

1989

Schrammsteinkegel

Perestroika

Jindrich Hudececk

XIb

1996
1993

Großer Halben
Heringstein

Kosmopolit
Überdruckventi (RP)

Sven Scholz
Alex Adler

XIc

1998

Einsiedler

Speed

Thomas Willenberg

XIIa

1999

Falkenstein

No cheating stone please

Thomas Willenberg

XIIb

2011

Rokokoturm

Zeitreise M.G

Thomas Willenberg

XIIc

2006

Blasketurm

Lost in space

Thomas Willenberg

 
Zurück zum Seiteninhalt | Zurück zum Hauptmenü