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Fritz Wiessner

Fritz Wiessner wurde am 26.02.1900 in Dresden geboren. Mit 15 Jahren stand er auf seinem ersten Gipfel in seiner „Alten Heimat“ dem Elbsandsteingebirge. Bereits kurz nach dem 1. Weltkrieg, gehörte Fritz Wiessner zu den besten Kletterern in Sachsen zu seinen  herausragenden Erstbegehungen gehören die schwierigsten Riessaufstiege im sächsischen Fels jener Zeit, wie Nordriss – Großes Spitzes Horn und Wießnerriss – Frienstein, beide VIIc.
Seit 1919  zog es Fritz Wiessner auch in die Alpen.  
Im Sommer des Jahres 1920 machte Fritz Wiessner mit Begehungen wie:
Piaz Westwand – Predigerstuhl 2.Begehung Alleingang
Schüle/Diem Führe – Predigerstuhl 2. Begehung
Dülferriss – Fleischbank – 3. Begehung, v
on sich reden.

1925 löste Fritz Wiessner mit Rolland Rossi das Südostwand Problem an der Fleischbank
Bis 1928 stellte er neben seinen Kletterfahrten in der Sächsischen Schweiz auch in den Alpen seine exelenten bergsportlichen Leistungen unter Beweis

1929 wanderte Fritz Wiessner in die USA aus. Da in den USA der Bergsport nur sehr spärlich entwickelt war, ist es wohl kein Wunder, das Fritz Wiessner sehr bald maßgeblich an der Erschließung der Amerikanischen Klettergebiete mitwirkte. Von Bedeutung ist hier sein Eintreten für ein „stielreines Klettern ohne künstliche Hilfsmittel“. Durch die beispielgebende Ausstrahlung und Perönlichkeit Fritz Wiessners wurde er zu einem richtungsweisenden Vorbild des modernen Klettersports.

Ein weiterer Aspekt Fritz Wiessners ist sein Wirken im Himalaya und Karakorum. Für 1932 war Fritz Wiessner für die von Willo Welzenbach geplante Nanga-Parbat-Expedition vorgesehen. Da beide dann doch nicht teilnehmen konnten, übernahm Willy Merkel die Leitung jener tragischen Expedition.1939 übernahm Fritz Wiessner die amerikanische K2 Expedition , wäre der Gipfel gefallen, Fritz Wiessner wäre er der größte Bergsteiger des Jahrhunderts gewesen. Leider sollte es anders kommen 1 Amerikaner und 3 Sherpa verloren am Berg Ihr Leben.

Jahre nach dem 2. Weltkrieg als die Behörden der DDR Fritz Wiessner die Einreise in seine „Alte Heimat“ gestatteten, war er regelmäßig alle Jahre wieder in „seinem geliebten Elbsandsteingebirge“ dem er bis zu seinem Tod auf das engste verbunden blieb.

Ich selbst hatte das Glück ihn in den siebziger Jahren kennen zu lernen. Es war im Bielatal, als wir nach einem Klettertag Richtung „Ottomühle“ wanderten. Vor uns, viel uns,
ein Älterer Wanderer auf, der mit festen Schritt ebenfalls Richtung „Ottomühle“ wanderte. Besonders viel uns sein forscher Schritt auf. An der „Ottomühle“ angekommen setzten wir uns an seinen Tisch und ich erkannte Fritz Wiessner, den ich von Bildern kannte. Die folgenden eineinhalb Stunden waren viel zu schnell vorbei. Das Gespräch mit Fritz Wiessner wird immer in meinem Gedächtnis bleiben, Fritz Wiessner gehört zu den beeindrukensten Persönlichkeiten, die ich je kennen gelernt habe.

Leider habe ich in nie wieder getroffen.

Dankwart Medger



 
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