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Das Gipfelbuch


Mit der Besteigung des Schusterturms am 12. November 1893 im Bielatal durch Oscar Schuster und Fritz Böhme erfolgte die wohl weltweit erste Auslage eines Gipfelbuches. „Wir deponierten ein Fremdenbuch in Blechhülse“. Vorher wurden meist nur Zettel oder Visitenkarten auf dem Gipfel zurückgelassen.

Gipfelbücher auf Klettergipfeln gibt es u. a. in der Sächsischen und in der Böhmischen Schweiz, im Zittauer und im Lausitzer Gebirge, im Erzgebirge, im Harz sowie in der Südpfalz, die sämtlich mit einem Gipfelbuch für Eintragungen der Kletterer versehen sind.
Die Gipfelbücher der Sächsischen Schweiz werden zum Beispiel vom Sächsischen Bergsteigerbund betreut, der in seinem Archiv Gipfelbücher bis zurück in die 1920er Jahre verwahrt, im Bestand befinden sich derzeit etwa 4000 Bücher.


Mit Ausnahme eines launigen Spruchs für die Jahreserste, also die erste Besteigung des Gipfels in einem neuen Jahr, sind dort Eintragungen, die über Datum, Namen und Weg hinausgehen, unter den Kletterern verpönt.
Vor 1989 nutzten dennoch häufiger Kletterer die Gipfelbücher für kritische und meist anonyme Eintragungen zur Situation in der DDR. Dies führte sogar dazu, dass sich die Stasi mit den Gipfelbüchern befasste. Ein Beispiel für einen solchen Spruch ist folgender:
„Von der Ostsee bis nach Sachsen – kein Berg ist uns gewachsen. Von Osten nach Westen – das können wir nicht testen“
Gipfelbuch des Falkenturms, 1988



Darüber hinaus wurden in der DDR Zeit die Gipfelbücher auch zumeist auf der 1. Seite geändert.

 
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