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Erhard > Literarisches > Dies und Das










Helmut Paul, Berg(l)erleben

Notschriften-Verlag Radebeul, 1. Auflage 2014,

Pünktlich zum Jubiläum 150 Jahre Bergsteigen im Elbsandsteingebirge erschien das Buch. Absicht? Gut gemacht! Ich habe es sofort pünktlich gelesen und mit innerer Beteiligung bis zum Ende „verschlungen“. Das war auch meine Welt, die Welt der jetzt Alten. Zwar nicht so intensiv, da ich 5 Jahre jünger bin und auch 5 Jahre später angefangen habe zu klettern. Also habe ich die Heldenzeit nur berührt. Aber genug, um auch davon zu träumen und einiges in dem Buch wiederzufinden, nachzulesen und wichtiger: Mehr darüber zu erfahren. Das liest sich ungemein informativ, spannend und köstlich. Danke Helle.
Ja, mit den Liedern, das ist traurig. Um nicht ausgelacht zu werden singe ich oft allein. Aber es gibt auch noch ganz tolle Bergsingeabende, wenn mein Bergfreund Jürgen Butze mit seiner kräftigen Stimme und der Gitarre dabei ist. Da braucht man sich beim Mitsingen nicht zu schämen. In Gedanken habe ich schon oft solche Abende in der Sächsischen Schweiz konzipiert. Wer macht noch mit? Erste Ansätze gab es schon mal auf dem Pfaffenstein.
Und: Der Strecker ist mir allerdings noch in anderer Erinnerung. Er soll Schlafgästen, die zu spät kamen und sich heimlich schlafen gelegt haben, mit der Taschenlampe nachgespürt, ins Gesicht geleuchtet haben, auch denen, die schon schliefen.
Ein komisches Gefühl habe ich aber nach dem Buch doch noch. Es dient Dir auch irgendwie als Rundumschlag für alle Deine Bekannten oder Bergfreunde, die in Deinem heroischen Sinne und Deiner heldenhaften Auffassung vom Bergsteigen, insbesondere der strengen Ethik des Sächsischen Kletterns, nicht standgehalten haben. Die anderen sind sicher tot oder werden nicht erwähnt. Es muss manchmal ein bisschen einsam um Dich gewesen sein!? Aber bitte, weiter so! Und, lass die anderen auch leben. Falls Du es noch nicht gemerkt hast: Jeder klettert nur für sich selbst. Außer den paar anderen Dummen, die das nicht tun!
Übrigens: Helle, mit Dir war ich nur einmal klettern, aber Du erinnerst mich an meinen Bergfreund Pinkus (75), den ich schon oft enttäuscht habe. Ich nehme gern mal ein Seil von oben, von jungen Leuten oder Besseren. Das würde Pinkus nie tun! Deshalb habe ich ihm den Titel „Held der Berge“ verliehen und das auf 200 Visitenkarten gedruckt mit seinem Lieblingsgipfel Bloßstock drauf.
Mit diesem Buch hast Du endlich Deiner vermutlich aussterbenden Heldengeneration ein Denkmal gesetzt. Es ist ein tolles Buch, das geschrieben werden musste!
Und wenn wir nicht gestorben sind, lade ich Dich 2015 zu meiner Goldenen Hochzeit im Böhmischen Paradies ein und wir gehen wie vor 50 Jahren an diesem Tag dort klettern!

Erhard Klingner

An einem nasskalten Regentag im März 2014 in Finale




 
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