- www.barbarine.de

Suche auf Seite
Direkt zum Seiteninhalt

Hauptmenü:

Erhard > Meine Bergfreunde



Horst Mempel


Horst gehört nicht zu den Größen des Bergsport, jedoch ist sein Anteil an dem sächsischen Bergsteigen nicht zu übersehen.

Horst Mempel wurde 1938 in Coswig/Anhalt geboren und wuchs in Staßfurt auf. Nach dem Abitur studierte Horst Mempel von 1956 bis 1960 in Halle/Saale Ökonomie. Anschließend holte ihn der Sportclub Chemie Halle in seine Reihen, weil aufgefallen war, dass Mempel eine große Sprungkraft
und Schnelligkeit besaß. Zwischen 1960 und 1966 gehörte Mempel zum Zehnkampf-Nationalkader und wurde 1965 DDR-Meister. Von 1966 bis 1981  arbeitete er als Sportreporter beim DDR-Fernsehen in Berlin und wurde 1978 zum „DDR-Sportjournalist des Jahres“ gekürt. Anfang der 80er Jahre verließ Horst Mempel die Sportredaktion, kaufte und renovierte ein Haus in der Sächsischen Schweiz und arbeitete als Publizist für das DDR-Fernsehen in Berlin und Dresden.
Zufällig lernte Horst Mempel in einem Urlaub den sächsischen Bergsteiger Walter Eckert kennen und so befiel ihn auch der „Virus“ des Klettersports. Es entstanden erste Filmbeiträge mit dem Thema bergsteigen im Elbsandsteingebirge.
Nach der Wende 1989, war er ab 1991 beim MDR in Dresden als Redakteur, Reporter und Regisseur tätig. Er entwickelte mit Freunden aus dem sächsischen Bergsportgeschehen im folgendem das Konzept für ein Bergsportmagazin.
Der Deutsche Fernsehfunk lehnte das Konzept ab, jedoch fand Horst Mempel offenere Ohren beim Landessender Sachsen
Am 13. Juni 1991 startete das MDR-Bergsport-Magazin „Biwak“ und ging mit über 100 Sendungen in zehn Jahren über den Sender. Ab Januar 1992 übernahm der Mitteldeutsche Rundfunk (MDR) den Sendebeitrag „Biwak“. Bis 2001 lief die Sendung unter seiner Regie. Praktisch war die Sendereihe eine Ein-Mann-Schau.  Der große Erfolg der „Biwak“ Sendung resultiert letztlich  auch durch die enge Einbindung der Akteure aus der sächsischen Kletterszene. Mangels bergerfahrener professioneller Kameraleute, übernahmen Kletterer diese Funktion. Kletterer schlugen eigene Beträge vor und steuerten gleich noch Filmmaterial bei. Vom Location Scout über Nebendarsteller bis zum Haupakteuer konnte Horst Mempel jederzeit auf kompetente Bergfreunde zurückgreifen. Hinzu kamen die exzellenten Recherchen zu den jeweiligen Beiträgen.
2001 wurde Horst Mempel als ehemaliger Informeller Mitarbeiter der Staatssicherheit „enttarnt“. Was auch das Aus für seine Tätigkeit beim MDR war. Tragischer Weiße war es nicht seine Vergangenheit als Informeller Mitarbeiter der Staatssicherheit, es war sein eigenes Versäumnis, sich der Vergangenheit zu stellen….

Anfang 2013 veröffentlichte Mempel seine Autobiografie "Mein langer Weg zum 'Supergau(ck)'".
Horst Mempel lebt heute in Dresden Laubegast und ist als Wanderführer für die „Bergtrolle“ tätig.

 
Zurück zum Seiteninhalt | Zurück zum Hauptmenü