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Erhard > Literarisches > Andere über mich



Ein Festtag - einmal anders...


(erzählt und erlebt von Helmut Paul)


Hrubaskala in den sechziger Jahren im Frühsommer.
Man konnte den Eindruck haben, jeder Sachse, der schon einmal irgendeinen Sandstein bestiegen hatte,
habe sein Tätigkeitsfeld nach Böhmen verlegt. Man traf überall auf Sachsen.
Am Vormittag hatte ich hatte ich mit Christel und Kalki den Lebka bestiegen. Nun lagerten wir bei „ U Krokudilu“.
Kalki möchte mit Christel den Blatnik – Talweg klettern, da hatte ich wenig Interesse.
Ein Paar taucht aus dem Hohlweg am Krokodil auf.
Leute wie wir, schon etwas älter – wir waren noch nicht einmal dreißig, aber wir hielten uns schon für bedenklich alt.
Also,  ein Pärchen, junger Leute.
Sachsen, wie wir  sahen – denn das sah man ja damals sofort!
An den Einheitsbergschuhen!
An der Dederon - Kniebundhose, an den Rucksäcken.
Sachsen, wie wir hörten – das hört man ja sofort!  
weil der junge Mann uns ansprach, ob es möglich wäre,
ob er mit einem von uns einen Weg „glettern gönne“ – Leipziger also! -….?
Seine Frau klettere zwar auch, aber eben leichte Wege, und er möchte gern … Ob wir ihn… ?
Da hatte ich also einen Partner, und Kalki konnte sich seiner Frau widmen.
Wir kletterten auf den  Blatnik, einen anderen Weg. Berg Heil. Eintrag ins Gipfelbuch.
„ Wie heißt du?“ „Erhard Klingner“
Kalkis sind auch oben.
Einer ginge noch.
Ich schwärmte vom Baroknik an der Opomenuta.
Christel steht zwar über den Dingen, doch über den barocken Sandwülsten der Opomenuta will Sie nicht stehen.
Kalki ist`s recht,
Erhardt, Barockweg.
Wundevolle Überhänge.
Wundervolle Standplätze, immer an der Außenkante, frei hingen die Seile von den Ringen.
Damals holten wir ja noch an jedem Ring nach. Immer und jeden. Das dauert.
Aber schließlich saßen wir auf der Opomenuta.
Berg Heil. Ausbindend. Eintrag ins Gipfelbuch. Seile richten. Sitzen. Ruhe.

Es war Abend geworden, oder etwas später Nachmittag?
Auf jeden Fall war seit dem Moment, das Erhard zu uns gestoßen war, viel Zeit vergangen. Stunden!
Geduldig wartete unten seine Frau … oder Freundin …, oder …?

„Ja, ja das ist meine Frau- Ich muss jetzt gehen.
Vielen Dank, noch einmal.
Ich muss zu meiner Frau.
Wir haben nämlich heute geheiratet!“

( aus "Versteckspiel" im Gühnekamin ..")


 
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