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Erhard > Literarisches > Dies und Das

IM INTERVIEW: ERHARD KLINGER


Erhard Klinger – Bergverführer / Weltverbesserer steht auf der Karte des Mannes. Wir hatten vorher ein- oder zweimal telefoniert und haben uns für ein Treffen am K4 entschieden. Der Tag ist sonnig und das Metall klimpert schon am Gurt und los geht es in die erste Route und mit den ersten Fragen. Erhard steigt vor.

Erhard, schön das wir uns endlich persönlich kennen lernen. Lesen konnte und durfte man schon einiges von dir in den letzten Jahren, dein Interview mit R. Messner, deine Geschichten zum Klettern nach dem Tod, die Geschichten auf deiner Homepage und einiges mehr.


Das Messner-Interview verfolgt mich immer noch. Da ging es unter anderem um einen der letzten Elbsandstein-Führer. Den hat der Reinhold mittlerweile bekommen, um ihn in seinem Museum auf Monte Rite auszustellen. Nach mehr und mehr Umfragen bei Freunden kam ein ziemlich großer Teil sächsischer Klettergeschichte zusammen. Und zwar soviel, dass wir mittlerweile überlegen, ein eigenes kleines Museum aufzubauen?!

Das klingt spannend, aber warum erst jetzt?


Bisher hatte ich keine großen Ambitionen, da ging es ums Klettern - je öfter umso besser. Solche kleinen Freuden blieben da auf der Strecke, aber mit dem zunehmenden Alter bin ich auf den Geschmack gekommen. Nicht unbedingt die Sammelleidenschaft, aber ich habe erkannt, dass wir hier an der Wiege des Kletterns so viele Erinnerungen haben, die gezeigt werden sollten! Genau wie das Klettern selbst!

Das Klettern selbst? Wie meinst du das?


Das ist etwas schwerer zu erklären, aber je älter ich werde, desto mehr kann und will ich auch anderen die Freude zeigen, die Klettern bringen kann. Schließlich haben wir hier die besten Voraussetzungen dazu. Gerade hier am K4 traf ich letztens einen kleinen Jungen, dem der Spaß förmlich ins Gesicht geschrieben stand, als er hier kletterte. Da habe ich ihm ein paar Hinweise gegeben und siehe da, es funktionierte noch besser! Sein, nein unser Spaß wurde dadurch noch größer - ein schönes Gefühl.

Das klingt wirklich nach Spaß, aber gab es den nicht auch vorher? Du warst doch schon immer vorneweg, wenn es um Kletterspaß ging? Im habe ein paar Erstbegehungen im Elbi gefunden - am Ochelturm, Ochelscheibe und am Sechserturm um nur ein paar zu nennen…Da ging es immerhin bis VIIIa?


Stimmt, aber das ist ja schon ewig her! Mittlerweile war ich in vielen anderen Klettergebieten unterwegs. Im Pamir haben wir sogar eine Erstbegehung gemacht - unseren Pik Leipzig (1989). Mit meinem Freund Ralf Brummer zusammen, der übrigens dieses Jahr die erfolgreiche Zweit-und Drittbesteigung geleitet hat!


A propos Bergfreunde, auf deiner Homepage www.Barbarine.de steht, du bist mit einigen jedes Jahr unterwegs?


Klar, wir Kletterinvaliden gönnen uns jedes Jahr ein schönes Abenteuer-Klettern oder Kletterabenteuer. Das gelingt uns seit zehn Jahren! Egal ob Sardinien, Sizilien oder im Elbsandstein - langweilig ist es da nie geworden! Die Fotos davon kannst Du dir auf der Homepage anschauen. Das ist einer der Gründe, warum ich die Homepage gestaltet habe. Ich wollte meiner Kletterleidenschaft Ausdruck verleihen und alles ein bisschen mehr gesammelt und strukturiert haben. Jedes Jahr kommen ein paar Bilder und Geschichten dazu!

Da bist du ja gut ausgebucht das Jahr über, aber was hast du dir noch spezielles vorgenommen?


Ich möchte auf jeden Fall so lange wie möglich entspannt mit netten Leuten klettern gehen können. Aber das größere Projekt ist für mich eigentlich das anfangs besprochene Museum ins Leben zu rufen. Hier in Sachsen! Das geht natürlich nicht von heute auf morgen und braucht entsprechend Hilfe. Könntet Ihr da eventuell einen Aufruf starten? (Haben wir! Anm.d.Redaktion)

Danke für das nette Gespräch und fürs Sichern! Und gutes Gelingen bei Deinen Projekten!

NF


 
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