- www.barbarine.de

Suche auf Seite
Direkt zum Seiteninhalt

Hauptmenü:

Die Babarine > nach 1945 > A - G








Jürgen Rotzsche
„Zack“
*12.03.1942 Duisburg
Brauer und Mälzer





Jürgen Rotzsche kam als 15 jähriger Ostern 1957 zum Klettern, mit dem Alten Weg auf das Blaue Horn im Großen Zschand, bestieg er seinen ersten Gipfel . Von Anfang bis heute, ist Jürgen Rotzsche Mittglied der “Freien Kletterer Radeberg“ (BSG Robotron Radeberg). Bereits 3 Jahre später kletterte Jürgen seine erste VIIc , Nordostrinne, am Onkel. Er erlernte den Beruf eines Brauer und Mälzer in der Brauerei Radeberg.
Ab 1962 war die Seilschaft Peter Kohbach – Jürgen Rotsche fast unzertrennlich. Am liebsten kletterte Jürgen  die großen traditionellen großen Wege, mit vielen niedrigen Begehungen. Jürgen gehörte nicht zu den „Großen“ Erstbegehern“ in der Sächsischen Schweiz, einige Erstbegehungen im oberen VIIer Bereich sind im schon gelungen, darüber hinaus, war Jürgen an einer Reihe von Erstbegehungen mit Bernd Arnold beteiligt
(z.B. Meurerturm – Route Zehn, Höllenhund – Herrenparty).

1964 schaffte Jürgen die Leistungsklaase 1, von 1965 – 1971 schaffte Jürgen jedes Jahr die Meisterklasse. Seit 1964 war Jürgen Mittglied der Kernmannschaft Alpinistik.  Zahlreiche Fahrten in die Hohen Tatra, in den Kaukasus und Jugoslawien.
Am 11.03.1972 bei einer Bergfahrt mit Karl Richter in der Hohen Tatra, erlitt Jürgen schwere Verletzungen. 2 Jahre Krankenhaus, mehrere Operationen und Reha, wollte es Jürgen noch Mal wissen. Von 1974 – 1976 erreichte Jürgen jeweils noch Mal die Meisterklasse. Mit sieben
sächsischen Bergfreunden gelang die Erstbesteigung eines 5100m hohen Gipfels im Pamir.
Von 1974 bis zur Ausreise in die Bundesrepublik 1984 wiederholte Jürgen eine Reihe von Wegen von Bernd Arnold mit Kurt Albert.
Nach 1984 kletterte Jürgen in Süddeutschland im Donautal und der Palz, sowie in den Alpen (Watzmann – Ostwand – Solobegehung)
Heute lebt Jürgen Rotzsche mit seiner Frau als Ruheständler in Tuttlingen, seine Verbundenheit mit seiner Sächsischen Kletterheimat besteht ungebrochen.


Der Trümmerbruch


Jürgen Rotzsche, auch „Zak“ genannt, war der Erstbegeher der Burgkante am Verlorenen Turm und einiger anderer kurioser Kleinigkeiten irgendwo im Gebirge. Viele Wege von Bernd Arnold zeigen darüber hinaus, daß er in den 60-ger Jahren Freund und Seilgefährte von Manfred Jungrichter und eben von Bernd war. Damals kletterten auch wir so manchen Weg gemeinsam und Karl Däweritz ehrte ihn sogar mit einem Foto vom Vorstieg der Südostkante am Goldstein, das er in seinem Buch „Klettern im Sächsischen Fels“ veröffentlichte. Gerade solche Wege lagen dem unverwüstlichen Kraftprotz, der vielleicht nicht immer elegant kletterte, aber sich lange festhalten konnte. Mit einem Wort, er war überaus zäh und gegen Schmerzen weitgehend unempfindlich. Wie sollte man sich sonst die folgende Geschichte erklären?
Irgendwann, Mitte der 60-ger Jahre, waren wir....wie immer barfuß....von Schmilka aus zur „Kurt- Schlosser- Hütte“ nach Ostrau unterwegs. Immer wenn einer von uns mit Indianergeheul senkrecht nach oben sprang, war er offensichtlich mit den Zehen frontal gegen eine Wurzel gelaufen; was der andere mit schadenfrohem Grinsen quittierte. So ging es auch Zak, der mit einer „Hammerzehe“ vom Wolfsturm  noch bis in die „Kette“ humpelte. Aber wie gesagt, er war hart im Nehmen und spielte mit der geprellten großen Zehe noch Fußball gegen solche „Schrubber“ wie Fritz Eske und Günter Kalkbrenner. Als die schwarz und blau gewordene unförmige Zehe aber auch nach einer Woche, bei einer Begehung der Mönch- Nordverschneidung noch überaus schmerzte und behinderte, ging Jürgen nun endlich doch zum Arzt. Diagnose: Trümmerbruch , 1.Zehe rechts!
Quelle: (nach Klaus Niziak)

1969

Mit großem persönlichem Einsatz hatte eine Gruppe aktiver Kletterer
um Werner Bonitz, Jürgen Rotzsche und Hans Pankotzsch mutig ein
Treffen auf die Beine gestellt, das den Teilnehmern vielfältige Erlebnisse
und Anregungen für Ihre Kletterlaufbahn bieten sollte.


 
Zurück zum Seiteninhalt | Zurück zum Hauptmenü