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Manfred Knabe - „Knättl“
(geb. am 25.12.1937)

Manfred stammt aus einer „Nicht-Bergsteiger-Familie”. Im Jahr 1953 hatte es für ihn im Kreis einiger Jugendgefährten seine ersten Gipfelbesteigungen gegeben. Von Dresden her natürlich im Elbsandsteingebirge, dort durch ihr freies Erklettern vom Großen Halben und dem Mönchstein. Der erste Eintrag in sein Bergfahrtenbuch erfolgte am 16. Mai 1954, dem Geburtstag seiner Mutter, die von Anfang an gegen das verwünschte Klettern schimpfte. Neben zahlreichen anderen Routen ging Knättl mit dem Alten Weg auf die Jungfer bereits im August 1954 den ersten Elbsandstein-Anstieg vom Schwierigkeitsgrad VII führend voraus. Knapp ein Jahr später kam es zu seiner ersten Teufelsturm-Ersteigung über dessen Alten Weg (VIIb), 1956 zu Thorwalder TurmSüdkante (VIIc), 1957 zu Ostervorturm-Windischkante (VIIc) und am Märchenturm den Alten Weg (VIIIa). Seinen tausendsten Vorstieg verschiedener Kletterwege im VII. Grad und höher konnte Manfred am 3. Juni 1984 feiern.
Das Durchführen von Erstbegehungen gehörte weniger zu Knättls Zielen, gleich wenn es auch davon einiges gegeben hat, etwa die Direktvariante (VIIIa) zum Alten Weg des Bärfangkegels, den Jubiläumsweg (VIIIa) am Püschnerturm, die Spätlese (VIIc) an der Langen Wand, die Waldhäuselkante (VIIc) vom Kladderadatsch etc.

Nach einer frühen Alpenfahrt im Jahr 1957 mit Touren im Wilden Kaiser, Wetterstein und am Watzmann hatte es für Manfred wie für alle DDR-Bewohner während langer Zeit keine Möglichkeit mehr zu Reisen in den Westen gegeben.
Die Klettergebiete der Tschechoslowakei, so die Böhmische Schweiz und all die anderen nordböhmischen Sandsteingebiete, da etwa jene des Böhmischen Paradieses wie auch Adersbach-Wekelsdorf, sie durften erst ab 1961 vom „sozialistischen Bruderland DDR” aus besucht werden, wovon dann Knättl und seine Freunde recht häufig Gebrauch machten. Gleichfalls trat nun Polen wieder als Reiseland in den Bereich der Möglichkeit, was Manfred während der Jahre 170 er nutzte. Ebenso führte er 1970 und 1978 Kletterfahrten ins bulgarische Belogradtschik, ins Vratsa-Tal und das Rilagebirge.

Anfang der sechziger Jahre ist Knättl kurzzeitig Mitglied der „DDR-Nationalmannschaft Bergsteigen” gewesen, was er bald wieder durch freiwilligen Austritt zu Gunsten von Familie und seinem Kletterklub „Rohnspitzler” aufgab.
Keineswegs nur als Vorsitzender der traditionsreichen „Rohnspitzler“ hat er sich bemerkenswerte Verdienste erworben.

Seit seinem Umsiedeln nach Westdeutschland 1989 ist Manfred auch Angehöriger des Münchner Alpenklubs „Berggeist”.
In den folgenden Jahren wurden die Alpengebiete besucht. Mehreren Griechenland-Reisen, nicht allein zu den Türmen von Meteora, liegen hinter ihm, gleichfalls Fahrten mit Kletter- und Wandertouren im kroatischen Velebit, solche nach Italien, Frankreich und Spanien einschließlich deren Mittelmeerinseln und einiges mehr. In den USA sowohl zu den Black Hills von South Dakota und zum Devils Tower in Wyoming, ebenso zum kalifornischen Yosemite. Es gäbe es da noch mancherlei mehr zu berichten …

In der Zwischenzeit wieder in den „Osten“ zurückgekehrt, feiert Manfred im Juni 2013 sein 60 jähriges Bergjubiläum.
Wo … natürlich in seiner gastlichen Hütte im Zahnsgrund, wo Knättl und seine Maria mit Ihren Bergfreunden das Leben genießen.

Nachwort:
„Gute Kletterer gibt es viele. Ein sehr guter, dabei von allen, die ihn kennen, als rundum vorbildlich geschätzter Typ, dies wegen seiner immer verlässlichen, kameradschaftlichen, zutiefst anständigen und dabei unaufdringlich zurückhaltenden Art, das ist dann schon etwas nicht so Häufiges“

Manfred Knabe, ist ohne Wen und Aber so ein Kletterer

 
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