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Erhard > Meine Bergfreunde

Peter Popp, 81, eine wundersame Begegnung im Mai 2015

(Begleittext zu einem Video „Peter erzählt ein haarsträubendes Abseilabenteuer“)
Gibt es noch lebendige Fossile des sächsischen Kletterns, Überlebende eines langen Heldendaseins in unserem Felsengebirge? Ja, mindestens einen, sogar noch sehr agil, gesund und lebendig und auch noch klug, mein Bergfreund Peter Popp. Eine noch aktive Kletterlegende mit dem ich die Ehre hatte, seinen 81. Geburtstag im Mai 2015 auf der schönsten Hütte in Rathen inmitten des lieblichen Rhododendrongartens auf der kleinen Bastei zu feiern.
Wir kennen uns seit 40 Jahren. Damals am Pik Lenin standen wir gemeinsam am 01.08.1975 auf dem 7105m hohen Gipfel bei einem dahingekeuchten Berglied. Denn vielseitig war er schon immer, der Peter. Nicht nur dass er selbsterlebte unzählige Klettergeschichten erzählen kann, anschaulich wie kein anderer, einschließlich frei vorgetragener Balladen wie den Wilhelm Tell auf sächsisch. Seine „Lebendige Knotenschlinge“ (Der Kopf!) im Überhang des schulterrissbreiten Wettersteinerweges am Großen Halben ist unvergessen. Nein, auch als einer der größten Bergliedersänger kann er ganze unmusikalische Bergsteigergruppen mitreißen. Wie damals am Pik Lenin. Nun im weisen Alter über 80 zeigt er sich als exzellenter Bergmaler und steht zu Hause vor unzähligen bemalten Leinwänden auch „über“ den Bergen.
Jetzt also hatte ich das Glück mit ihm zusammen seinen 81. Geburtstag zu feiern und ihn im noch nüchternen Zustand im fast taghellen Abendlicht eines schönen Maitages unbemerkt bei der Erzählung eines haarsträubenden Abseilabenteuers zu filmen.
Da könnt ihr noch was lernen, ihr Jungen. Zumindest von den Fehlern, die wir Alten gemacht haben!

Erhard Klingner
im Mai 2015 an einem regnerischen Gartentag auf meiner Berghütte in Gohrisch

 
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