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Die Babarine > Bergsteigen






Der Sächsische Bergsteigerbund – SBB – ist seit über 100 Jahren, die größte Vereinigung von Bergsportlern in Sachsen.
Die Sächsische Schweiz ist das traditionelle Arbeitsgebiet des SBB.
Dabei sind Felssanierung, Betreuung der Sicherungsmittel (z.B. Ringe, Abseilösen, Nachholestifte) sowie die Pflege und Archivierung der Gipfelbücher wesentliche Aufgaben.


Am 29. November 1901 wurde in Dresden die Sektion Dresden des Österreichischen Touristenklubs (ÖTK) gegründet, sie gilt als Vorläufer eines Bergsteigerbundes. Der Österreichische Touristenklub hat seine Zentrale in Wien und umfasst 35 Sektionen in Österreich und eine Sektion in Dresden, Deutschland. Darüber hinaus haben sich drei alpine Verbände aus der Tschechischen Republik und ein Verband aus Ungarn dem ÖTK angeschlossen.

Der SBB war am 1. März 1911 in Dresden von 15 Kletterclubs und Vereinen gegründet worden. „Um alle Interessen des Bergsports in der Sächsischen Schweiz und den angrenzenden Gebieten wahrzunehmen...", hieß es damals. Dieser bestimmte von nun an die Entwicklung des Sächsischen Kletterns maßgeblich mit.

Zu Beginn der 1920er Jahre kam es zur Bildung des „Verbandes freier bergsportlicher Vereinigungen“ (VfbV) im Jahr 1919 und der „Vereinigten Kletterabteilungen“ (VKA) im „Touristenverein "Die Natur- freunde". Neben weiteren bergsportlichen Organisationen entwickelten sich diese zur Konkurrenz für den Sächsischen Bergsteigerbund.

Zum Ende der 1920er Jahre verstärkten sich die Rivalitäten und Gegensätze zwischen einzelnen Klettervereinigungen und Kletterklubs. Diese wurden durch die Auslegung von eigenen Wand- büchern, Gipfelbuchdiebstähle, Flugblattaktionen oder vor Gericht öffentlich ausgetragen.
Es gab aber auch eine sachliche Zusammenarbeit in der „Interessengemeinschaft Dresdener touristischer Vereinigungen“ (IG), aus der später auch die Bergwachtabteilung Sachsen hervorging.

Zum ersten Vorsitzenden des SBB
wurde im Jahr 1919 Rudolf Fehrmann gewählt. Mit Beginn der Weltwirtschaftskrise und der damit verbundenen zunehmenden großen Arbeitslosigkeit und politischen Radikalisierung verstärkte sich auch die offene Gegnerschaft zwischen einzelnen bergsportlichen Organisationen. Insbesondere die verstärkte Vernichtung von Gipfelbüchern und -zeichen durch einen Teil der Mitglieder der „Vereinigten Kletterabteilungen (VKA)“ führte zu scharfen gegenseitigen Angriffen und Auseinandersetzungen. So wurden im September 1928 von Unbe- kannten die Gipfelzeichen vom Falkenstein (Falke), vom Mönch (die Figur eines Mönches) und vom Hinteren Gansfels (Vogel) entfernt.

Durch die Machtübernahme des Nationalsozialismus und des damit einhergehenden Verbotes der „Vereinigten Kletterabteilungen (VKA)“ und anderer Bergsportvereine, wurde auch der Sächsische Bergsteigerbund als führender Verein zunehmend von den Nationalsozialisten vereinnahmt.
Bereits im Jahr 1922 hatte die „Akademische Sektion Dresden (ASD)“ die Einführung des „Arierparagraphen“ in ihre Satzung beschlossen, wie auch viele andere Sektionen des DÖAV bereits weit vor 1933 offen antisemitisch agierten. Während manche Kletterer schnell Mitglieder der NSDAP wurden, engagierten sich vor allem ehemalige Mitglieder der VKA als Rote Bergsteiger gegen den Nationalsozialismus, was viele Bergsteiger mit dem Leben bezahlten.

Nach dem Krieg wurde der Sächsische Bergsteigerbund, wie viele andere bürgerliche Vereine auch, von der Sowjetischen Militäradministration verboten.

Seine Aufgabe als Dachorganisation übernahm die 1952 gegründete „Sektion Touristik“ der DDR, aus der später der Deutsche Verband für Wandern, Bergsteigen und Orientierungslaufen (DWBO) hervorging.
Die vor dem Krieg bestehenden Klubs schlossen sich meist diversen Betriebssportgemeinschaften an, ohne sich aufzulösen. Sie nutzten die Vorzüge dieser Vereinigungen, bei denen sie versichert waren und eine gewisse Unterstützung bekamen.
Bereits 1990 wurde der Sächsische Bergsteigerbund wiedergegründet, auch weitere Bergsteigervereine wurden neu- bzw. wiedergegründet, so auch die Alpenvereinsektion Dresden und die Akademische Sektion.

 
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